Die Topografie des sächsischen Vogtlandes stellt den konstruktiven Ingenieurbau regelmäßig vor anspruchsvolle Aufgaben. In Plauen, wo die Weiße Elster tiefe Kerben in die Diabas- und Tonschieferformationen des Oberdevons geschnitten hat, sind Böschungswinkel von über 30 Grad keine Seltenheit. Eine wirtschaftliche Baugrubensicherung oder dauerhafte Hangsicherung erfordert hier mehr als Standardlösungen. Die Aktive/passive Verankerungsbemessung muss die klüftige Struktur des anstehenden Felses ebenso berücksichtigen wie die Auflockerungszonen in den oberen Metern. Gerade in Hanglagen nahe der Elstertalbrücke oder im Stadtteil Haselbrunn kann eine unzureichend dimensionierte Verankerung schnell zu unerwarteten Verformungen führen. Unser Team kombiniert die Vorergebnisse aus der Sondierung mittels Drucksonde mit einer detaillierten Strukturanalyse des Gebirges, um die Krafteinleitung präzise zu modellieren und das Risiko von Kriechbewegungen zu minimieren.
Im Plauener Diabas entscheidet die Klüftigkeit über die realisierbare Ankerkraft – nicht die Gesteinsfestigkeit allein.



