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PLAUEN
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Seismische Tomographie für Baugrund in Plauen

Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.

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Vor zwei Jahren standen wir an einem Hang am Rande des Plauener Stadtwaldes. Die Baugrube für ein Mehrfamilienhaus war ausgehoben, doch der anstehende Fels war unregelmäßig zerklüftet – der Bagger kam stellenweise kaum voran, einen Meter weiter war das Material weich. Der Bauherr brauchte Klarheit über die Tiefe des tragfähigen Horizonts. Wir haben die Situation mit seismischer Tomographie aufgelöst. Zwei Profile, ein Nachmittag Messzeit. Das Ergebnis: eine präzise Karte der Felsoberkante unter der Verwitterungszone. In Plauen mit seiner bewegten Geologie am Übergang vom Vogtland zum Erzgebirgsvorland ist genau das der Alltag. Diabas, Tonschiefer, aufgelockerte Zersatzzonen – die Abfolge wechselt auf kurze Distanz. Wer hier baut, braucht belastbare Daten aus der Tiefe. Die seismische Tomographie liefert sie, ohne einen einzigen Meter zu bohren. Wir kombinieren das Verfahren je nach Fragestellung mit einer CPT-Sondierung zur punktuellen Kalibrierung oder ziehen Schürfgruben heran, wenn die oberflächennahe Schicht zusätzlich beprobt werden soll.

Ein Hammerschlag, 24 Geophone und 15 Minuten Messzeit – danach wissen wir, wo in Plauen der Fels wirklich steht.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Plauen liegt auf rund 370 Metern Höhe im Tal der Weißen Elster. Die Stadt zählt etwa 65.000 Einwohner und ist geprägt von Hängen, Tälern und einer komplexen Untergrundstruktur aus paläozoischen Gesteinen. Genau diese Geologie macht die seismische Tomographie hier so wertvoll. Anders als punktuelle Aufschlüsse erfasst das Verfahren den Untergrund flächendeckend. Ein Hammerschlag oder eine kleine Sprengladung erzeugt Wellen, die an Schichtgrenzen gebrochen oder reflektiert werden. Geophone zeichnen die Laufzeiten auf. Daraus berechnen wir ein Geschwindigkeitsmodell des Untergrunds. In Plauen nutzen wir das vor allem, um die Verwitterungstiefe im Fels zu kartieren, Karsthohlräume im Devonkalk auszuschließen oder die Mächtigkeit von Lockersedimenten über dem Grundgebirge zu bestimmen. Bei schwierigen Zugänglichkeiten – enge Altstadtgassen, steile Hanglagen oberhalb der Syratalbrücke – ist die Methode oft die einzig praktikable. Das Verfahren ergänzt sich hervorragend mit einer Rammsondierung nach DIN EN ISO 22476-2, wenn zusätzlich die Lagerungsdichte der Deckschichten bestimmt werden muss.
Seismische Tomographie für Baugrund in Plauen
Technische Referenz — Plauen

Lokale Besonderheiten

Das Messequipment besteht aus 24 Geophonen, einem Seismographen und einer Anregungsquelle – meist ein 5-kg-Vorschlaghammer oder ein beschleunigtes Fallgewicht. Die Kette wird entlang einer Profillinie ausgelegt. Jeder Geophon muss festen Kontakt zum Boden haben; auf Asphalt setzen wir die Spikes in Bohrlöcher, auf Wiese genügt fester Eintritt. Die größte Fehlerquelle in Plauen ist nicht das Gerät, sondern die Interpretation. Ein verwitterter Tonschiefer kann ähnliche Geschwindigkeiten zeigen wie ein dicht gelagerter Sand. Wer die regionale Geologie nicht kennt, verwechselt schnell Schichtgrenzen. Deshalb kalibrieren wir jedes seismische Profil mit mindestens einem direkten Aufschluss – Bohrung, Rammsondierung oder Schurf. Der zweite kritische Punkt ist Lärm. In Innenstadtlage, etwa nahe des Plauener Tunnels, liefern vorbeifahrende Lkw starke Störsignale. Wir messen dann bevorzugt in den frühen Morgenstunden oder setzen auf Reflexionskonfigurationen mit geringerem Offset.

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Normativer Rahmen

DIN 18230 – Baulicher Brandschutz im Industriebau (mit Verweisen auf Baugrunderkundung), Empfehlungen des Arbeitskreises 2.2 der DGGT – Seismische Verfahren, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7) – Erkundung und Untersuchung des Baugrunds

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
MessverfahrenRefraktions- und Reflexionstomographie
Erkundungstiefe (Refraktion)bis ca. 30–50 m (abhängig von Sprengstoffzulassung)
Erkundungstiefe (Reflexion)bis >100 m
Geophonabstand1–5 m, je nach Auflösungsanforderung
AnregungsartHammer, Fallgewicht oder Sprengstoff
AuflösungSchichtmächtigkeiten ab ca. 0,5 m auflösbar
Normative GrundlageDIN 18230, Empfehlungen des AK 2.2 der DGGT

Häufige Fragen

Was kostet eine seismische Tomographie in Plauen?

Die Kosten liegen je nach Profillänge und Untergrundbedingungen zwischen €2.740 und €4.150 für eine typische Messkampagne mit 2–3 Profilen à 50–100 m. Enthalten sind Messung, Auswertung und ein schriftlicher Ergebnisbericht. Sprengstoffzulassung und Genehmigungen sind nicht eingerechnet.

Wie tief reicht die seismische Tomographie?

Das hängt vom Verfahren und der Energiequelle ab. Mit einem 5-kg-Hammer erreichen wir in Plauens typischem Untergrund etwa 20–30 m Tiefe. Mit Fallgewicht (50 kg) sind 40–50 m möglich. Für größere Tiefen setzen wir Reflexionsseismik oder Sprengstoff ein – dann sind 100 m und mehr realisierbar.

Ist die Messung auf engem Raum im Plauener Stadtgebiet möglich?

Ja. Wir arbeiten mit Profillängen ab 25 m. In engen Gassen legen wir die Geophonlinie entlang der verfügbaren Fläche und passen den Geophonabstand an. Die Methode ist nichtinvasiv – keine Bohrung, keine Erschütterungsschäden an der Nachbarbebauung.

Wie lange dauert eine Messkampagne?

Ein Profil mit 24 Geophonen ist in etwa 15–20 Minuten gemessen. Für eine typische Baugrunderkundung mit 3 Profilen rechnen Sie mit einem Messtag vor Ort. Die Auswertung und Berichterstellung dauert 3–5 Werktage.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Plauen und Umgebung.

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