Eine Raupe mit Tieflöffel fährt auf das Grundstück in der Südvorstadt. Der Bagger gräbt zügig. Nach zwei Metern sehen wir den Vogtlandschiefer. Genau das brauchen wir. Die Schürfgrube ist der direkteste Weg, um den Boden in Plauen zu beurteilen. Keine Sonden, keine Interpretation von Schlagzahlen. Hier schaut der Geotechniker selbst in die Grube und nimmt Bodenproben von Hand. In den Hanglagen oberhalb der Weißen Elster, wo der Fels oft knapp unter der Oberfläche ansteht, ist das Verfahren unschlagbar. Der Bagger steht, der Ingenieur dokumentiert. Keine langen Rüstzeiten, keine großen Geräte. Nur ein direkter Einblick in das, was unter der Grasnarbe liegt. Bei beengten Zufahrten in der Innenstadt kombinieren wir das Vorgehen mit einer Rammsondierung für tiefere Aufschlüsse.
Ein Blick in die Grube ersetzt hundert Sondierungen. Der direkte Bodenaufschluss liefert Gewissheit über den Baugrund in Plauen.


