Rund 64.000 Einwohner, verteilt auf Höhen zwischen 305 und 470 Metern über dem Meeresspiegel – Plauen ist topografisch anspruchsvoll. Die Hänge entlang der Weißen Elster und die Einschnitte der Syrabach-Aue prägen den Baugrund. Wer hier ein Mehrfamilienhaus, eine Gewerbehalle oder einen Windrad-Standort plant, kommt um eine detaillierte Pfahlgründungsbemessung nicht herum. Die Devonschiefer und Diabas-Gesteine unter der Stadt sind oft verwittert und von Hangschutt überlagert. Tragfähige Schichten liegen selten oberflächennah. Wir berechnen die Pfahltragfähigkeit nach DIN EN 1997-1 und kombinieren die Ergebnisse mit einem CPT-Versuch, um die Mantelreibung und den Spitzendruck direkt aus dem Drucksondierdiagramm abzuleiten. So entsteht ein realistisches Last-Verformungsbild – nicht nur eine theoretische Tabellenberechnung.
Die Streubreite der Pfahltragfähigkeit in Plauen variiert auf 200 Metern Distanz oft um mehr als 40 Prozent. Ein Baugrundmodell ohne lokale Aufschlüsse taugt hier nichts.



