Die Baugrunderkundung im vogtländischen Plauen steht vor besonderen Herausforderungen: Die Stadt liegt geologisch in der Übergangszone des Thüringisch-Vogtländischen Schiefergebirges, wo stark verwitterte Diabase und Tonschiefer mit pleistozänen Hanglehmen wechsellagern. Wer hier ohne normkonforme Aufschlüsse gründet, riskiert Setzungsdifferenzen, die selbst flach gegründete Einfamilienhäuser gefährden. Der SPT (Standard Penetration Test) liefert uns über die Schlagzahl N30 genau die Kennwerte, die der geotechnische Sachverständige nach EC 7 für den Nachweis der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit benötigt. Unser Bohrteam führt den Versuch mit automatischem Fallhammer direkt im Bohrloch durch und dokumentiert jede 15-cm-Eindringung gemäß DIN EN ISO 22476-3:2011. Gerade in den Hanglagen von Neundorf oder Haselbrunn, wo der anstehende Fels oberflächennah ausstreicht, zeigt sich der Wert einer korrekt interpretierten Schlagzahlreihe.
Die N30-Zahl ist nur so gut wie das geologische Verständnis des Prüfers: Ein Diabas-Zersatz aus Plauen verhält sich anders als ein norddeutscher Sand.



