Die geologischen Formationen um Plauen sind stark von den verwitterten Tonschiefern und Diabasen des Vogtland-Schiefergebirges geprägt, was zu einer bemerkenswerten Heterogenität der Bodensubstrate führt. In den Flussauen der Weißen Elster, die das Stadtgebiet auf einer Länge von rund 12 Kilometern durchzieht, dominieren holozäne Auelehme mit variablen Schluff- und Tonanteilen, während die Hanglagen oft von periglazialem Hanglehm überzogen sind. Eine repräsentative Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) ist hier kein akademischer Selbstzweck, sondern die Grundlage jeder wirtschaftlichen Bemessung, denn ohne eine exakte Kenntnis der Kornverteilungskurve bleibt jede Klassifikation nach DIN 18196 spekulativ. Unser Labor führt die kombinierte Analyse gemäß DIN EN ISO 17892-4 durch, um für Projekte in Plauen verlässliche Kennwerte für die Durchlässigkeit, Frostempfindlichkeit und Verdichtbarkeit zu liefern. Gerade im innerstädtischen Bereich, wo auf engstem Raum Auffüllungen an gewachsenen Boden grenzen, lässt sich mit den Ergebnissen der Korngrößenanalyse zielsicher zwischen rolligen und bindigen Horizonten differenzieren und das Baugrundrisiko von vornherein eingrenzen.
Die Kornverteilungskurve ist der Fingerabdruck des Bodens – sie entscheidet über Tragfähigkeit, Verdichtbarkeit und Wasserwegigkeit in Plauens heterogenem Baugrund.



