Ein häufiger Fehler, den Baufirmen im Raum Plauen begehen, ist die Dimensionierung des Straßenoberbaus allein auf Basis von Erfahrungswerten aus anderen Regionen. Die stark verwitterten Tonschiefer- und Diabasböden, die für das obere Vogtland typisch sind, reagieren völlig anders auf dynamische Last und wechselnde Wassergehalte als ein norddeutscher Sand. Wenn dann nach dem ersten Frost-Tau-Wechsel Spurrillen auftreten, ist die Nachbesserung um ein Vielfaches teurer als eine vorausschauende CBR-Studie. Unser Labor, akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17025, führt den California Bearing Ratio Versuch nach DIN EN 13286-47 durch, um den Bemessungswert präzise zu ermitteln. Ergänzend zur Tragfähigkeitsbewertung ziehen wir bei stark bindigen Horizonten eine Korngrößenanalyse heran, um die Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB 17 zuverlässig abzuleiten.
Ein CBR-Wert ohne Wasserlagerung ist wie eine Wettervorhersage ohne Regenradar: das Ergebnis sieht gut aus, hält aber der ersten Bewitterung im Vogtland nicht stand.



