Die verwitterten Diabas- und Tonschieferböden im Plauener Stadtgebiet stellen besondere Anforderungen an die Verdichtungskontrolle. Im Talkessel der Weißen Elster, wo sich quartäre Auensedimente mit künstlichen Auffüllungen abwechseln, entscheidet die lagenweise geprüfte Dichte über die spätere Setzungsfreiheit eines Bauwerks. Das Sandkegelverfahren nach DIN 18125 liefert hier den direkten Nachweis, den weder dynamische Fallplatten noch indirekte Kalibrierkurven ersetzen können. Der Prüfablauf ist simpel: Ein zylindrischer Prüfschacht wird ausgehoben, das entnommene Material gewogen und das Volumen mit genormtem Quarzsand bestimmt. In Kombination mit einer Korngrößenanalyse lässt sich dann beurteilen, ob der erreichte Verdichtungsgrad für die geplante Lastabtragung ausreicht. Gerade im Bereich der Bebauung entlang der B 92 und der Bahnhofsvorstadt, wo häufig auf heterogenen Schüttlagen gegründet wird, verlangen die Plauener Prüfstatiker zunehmend diesen direkten Dichtenachweis anstelle von Umrechnungswerten aus dynamischen Verfahren.
Im Plauener Schieferverwitterungsboden ist der direkte Dichtenachweis mit dem Sandkegel oft die einzige Methode, die der Prüfstatiker für den Gründungsnachweis akzeptiert.


