Ein Lastwagen mit Lafette rangiert im Hof, darauf der hydraulische Greifer des Baggers. Noch steht die Maschine still, aber jeder auf der Baustelle in Plauen weiß: Bevor die erste Schaufel Erdreich für die Stützwand aushebt, muss die Bemessung stehen. Das Granit-Gneis-Gebirge unter der Stadt täuscht oft – die Verwitterungskruste reicht stellenweise bis in fünf Meter Tiefe. Eine Stützwandbemessung in Plauen liest diese Schichten, bevor sie in statische Modelle einfließen. Für die steilen Hänge am Dobenauteich oder entlang der Syratalstraße braucht es mehr als einen Standardnachweis. Unsere Arbeit beginnt mit dem SPT-Bohrung für die Lagerungsdichte und reicht bis zur Analyse des Porenwasserdrucks nach langanhaltenden Regenperioden. Das Vogtland kennt nasse Jahre – und das prägt jede statische Berechnung.
Eine Stützwand in Plauen steht nur so sicher wie die Einschätzung der Verwitterungszone unter der Gründungssohle – hier entscheiden oft die letzten 50 Zentimeter Aufschlusstiefe.



