Plauen liegt mit rund 64.000 Einwohnern im sächsischen Vogtland, einer Region, die nach DIN EN 1998-1/NA in die Erdbebenzone 1 eingestuft ist. Die Bestimmung der mittleren Scherwellengeschwindigkeit der oberen 30 Meter, kurz VS30, ist damit für jedes Bauvorhaben baurechtlich relevant. Die oberflächennahe Geologie entlang der Weißen Elster ist geprägt von verwitterten Tonschiefern und Diabasen des Paläozoikums, was lokal stark streuende Steifigkeiten erzeugt. Mit einem aktiven MASW-Verfahren (Multichannel Analysis of Surface Waves) lässt sich das Scherwellengeschwindigkeitsprofil zerstörungsfrei und mit hoher räumlicher Auflösung ermitteln. Für Projekte, bei denen zusätzliche Tiefeninformationen gefragt sind, kombinieren wir die Messkampagne mit einer seismischen Refraktion, um laterale Inhomogenitäten im Felszersatz sicher abzugrenzen.
Ein belastbarer VS30-Wert aus der MASW-Messung entscheidet in Plauen über den seismischen Lastansatz und damit über die Wirtschaftlichkeit der gesamten Gründung.



