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Triaxialversuch in Plauen: Scherfestigkeit präzise bestimmen

Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.

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Der Plauener Baugrund ist eine Wundertüte: Schieferverwitterung, Tonsteine und teils meterdicke Hanglehme wechseln sich auf kürzester Distanz ab. Wer hier ein Bauwerk plant, muss die effektiven Scherparameter kennen – pauschale Annahmen reichen nicht. Der Triaxialversuch liefert belastbare Werte für Reibungswinkel und Kohäsion unter wirklichkeitsnahen Spannungszuständen. Unser Labor in der Region führt konsolidierte, drainierte Versuche nach DIN 18137 durch. Ob für die Standsicherheit einer tiefen Baugrube an der Weißen Elster oder die Böschungsstabilität am Rande des Vogtlandes – wir bereiten die Proben sorgfältig vor und fahren die Belastungsstufen mit der nötigen Genauigkeit, die ein setzungsarmer Untergrund verlangt. Die Auswertung der Mohrschen Spannungskreise erfolgt rechnergestützt, der Prüfbericht enthält alle Diagramme und Kennwerte für den Statiker.

Drei Laststufen, eine Bruchgerade: Der Triaxialversuch zeigt, was der Boden wirklich aushält – ohne die Unsicherheiten einfacherer Laborverfahren.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Das Vogtland ist geologisch spannend: Diabase, Tonschiefer und quartäre Deckschichten prägen den Untergrund Plauens. In Hanglagen oberhalb der Syratalbrücke trifft man oft auf steife, vorbelastete Schluffe, deren drainierte Scherfestigkeit nur mit dem Triaxialversuch sicher zu ermitteln ist. Wir setzen drei Versuchstypen ein: den CD-Versuch für langsame Lastaufbringung, den CU-Versuch mit Porenwasserdruckmessung und den UU-Versuch für schnelle Erstbewertung. Jede Probe durchläuft zuvor die Sättigung und Konsolidierung im Dreiaxialgerät. Die Belastungsgeschwindigkeit legen wir so fest, dass kein Porenwasserüberdruck das Ergebnis verfälscht.
Unsere Geräte messen Axialkraft, Radialdruck und Volumenänderung kontinuierlich. Je nach Fragestellung fahren wir Versuche mit 50, 100 oder 200 kN/m² Seitendruck, um die Bruchgerade sauber abzubilden. Bei weichen Auelehmen nahe der Elsteraue kombinieren wir den Versuch oft mit der Korngrößenanalyse, um das bodenmechanische Bild zu vervollständigen.
Triaxialversuch in Plauen: Scherfestigkeit präzise bestimmen
Technische Referenz — Plauen

Lokale Besonderheiten

Plauen liegt auf rund 410 Metern Höhe. In Hanglagen mit über 15 Grad Neigung wird die Frage nach der Langzeitstandsicherheit schnell kritisch. Ein falsch angesetzter Reibungswinkel – nur fünf Grad zu optimistisch – kann bei einem 8 Meter tiefen Einschnitt das Sicherheitsniveau unter 1,3 drücken. Der Triaxialversuch deckt solche Risiken auf, bevor der Bagger kommt.
Besonders tückisch: die vorbelasteten Tonsteine im Stadtgebiet. Sie wirken im ungestörten Zustand fest, verlieren aber bei Wasserzutritt rasch an Kohäsion. Der drainierte Versuch simuliert genau dieses Szenario. Auch bei der Bemessung von Stützmauern entlang der Bundesstraße 92 liefert der Versuch die Eingangswerte, die das Bauwerk dauerhaft standsicher machen. Ohne diese Daten steht die Statik auf wackligen Beinen.

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Normativer Rahmen

DIN 18137-2:2020-11 – Baugrund, Versuche und Versuchsgeräte – Bestimmung der Scherfestigkeit (Triaxialversuch), DIN EN ISO 17892-8:2018 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Unkonsolidierter undränierter Triaxialversuch, DIN EN ISO/IEC 17025 – Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien, DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
NormDIN 18137-2:2020-11
Probendurchmesser50 / 70 / 100 mm
VersuchstypenCD, CU, UU
Max. Seitendruck800 kPa
Messgrößenφ', c', E, ν
Probenvorbereitungungestört / eingebaut
AkkreditierungDIN EN ISO/IEC 17025
BerichtDiagramme + Kennwerte

Häufige Fragen

Welche Bodenarten können im Triaxialversuch geprüft werden?

Der Versuch eignet sich für bindige und nichtbindige Böden. In Plauen prüfen wir hauptsächlich Geschiebemergel, verwitterte Tonschiefer, Auelehme und eingebaute Verdichtungskörper. Die Probengröße wählen wir abhängig vom Größtkorn: Bei Sanden bis 2 mm reicht ein Durchmesser von 50 mm, bei grobkiesigen Beimengungen setzen wir 100-mm-Proben ein.

Was kostet ein Triaxialversuch in Plauen?

Ein konsolidierter, drainierter Triaxialversuch mit drei Laststufen liegt preislich zwischen 1.900 und 2.550 Euro netto, abhängig von Probenanzahl und erforderlichem Seitendruck. Der Betrag umfasst Probenvorbereitung, Sättigung, Konsolidierung, Scherphase und den ausführlichen Prüfbericht mit allen Kennwerten.

Welche Parameter liefert der Versuch für den Statiker?

Das Ergebnisprotokoll enthält den effektiven Reibungswinkel φ', die effektive Kohäsion c', den Steifemodul Es und die Querdehnzahl ν. Dazu kommen die Spannungs-Dehnungs-Diagramme, die Mohrschen Spannungskreise und der Porenwasserdruckverlauf. Diese Werte sind direkt in gängige FE-Programme übertragbar.

Wie lange dauert ein drainierter Triaxialversuch?

Die reine Scherphase dauert je nach Durchlässigkeit des Bodens zwischen 3 und 7 Tagen. Hinzu kommen 1 bis 2 Tage für die Sättigung und Konsolidierung. Insgesamt sollten Sie bei drainierten Versuchen mit 5 bis 10 Werktagen bis zum Bericht rechnen. Undränierte Versuche sind in 2 bis 3 Tagen abgeschlossen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Plauen und Umgebung.

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